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Spring Warm Up
01.04.2017 - 02.04.2017
31638 Wenden

Pattern 21.03.17, 14:25 Uhr
All Novice Show Overath
25.03.2017 - 26.03.2017
51491 Overath

Pattern 19.03.17, 21:15 Uhr
Zeitplan 19.03.17, 21:14 Uhr
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Circle L Spring Warm Up, 2 AQHA Shows
01.04.2017 - 02.04.2017
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Pattern 15.03.17, 12:28 Uhr

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Fütterungsmanagement

Deine Nahrungsmittel sind Deine Heilmittel ... (Hippokrates)

Fütterung ist ein elementares Thema, wenn es um die Gesunderhaltung unserer Quarter Horse geht. Was ein Pferd zu Fressen bekommt ist in aller Munde, nur über das „wann und wie“ machen sich wenige Pferdebesitzer Gedanken. Das richtige Fütterungsmanagement ist jedoch elementar für die Gesunderhaltung unserer Pferde. Um dies zu verstehen, muss man den Verdauungsapparat des Pferdes verstehen, denn nur so lassen sich Fehler vermeiden.

Das Pferd ist von Natur aus ein Steppentier und verbringt in seiner natürlichen Umgebung  ca. 2/3 seiner Zeit  (ca. 16 Stunden am Tag) mit dem Fressen rohfaserreicher und energiearmer Nahrung. Das angeborene Verhalten und der Verdauungsapparat des Pferdes sind also auf eine kontinuierliche Nahrungsaufnahme, unabhängig von seinem Alter, Nutzung oder Haltungsform,  eingestellt. Ein „Dauerangebot“ an rohfaserreichem Futter guten Qualität, ist daher anzuraten. Ist dies nicht möglich, sollten Pferden mindestens zwölf Stunden täglich Rauhfutter angeboten werden, wobei Fresspausen nicht länger als vier Stunden sein sollten.

Denn Futteraufnahme dient nicht nur der Ernährung, sondern auch der Beschäftigung. Pferde brauchen physisch und psychisch genügend Zeit und Ruhe zum Fressen. Bei Missachtung dieser Gegebenheiten können gesundheitliche Probleme oder Verhaltensstörungen auftreten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der ausreichenden Rauhfuttergaben ist, dass die Einspeichelung von Raufutter deutlich besser ist als von Futtermitteln, die in konzentrierter Form gefüttert werden. Rauhfutter wird durch die lange Kauzeit (ca. 45 min/1kg Rauhfutter) besser Eingespeichelt als Kraftfutter (ca. 15 min/1kg Kraftfutter). Daher füllt sich der Pferdemagen langsamer und erreicht eine bessere pH-Wert Absenkung, die elementar zur weiteren Aufschlüsselung des Futters benötigt wird. Im Dünndarm kann eine zu hohe Kraftfuttergabe zu einer zu hohen oder falschen Aktivität der Mikroorganismen führen und im Dickdarm zu einer Übersäuerung.

Daher: Nur wenn die Rauhfutteraufnahme nicht reicht, um den Energiebedarf des Pferdes zu decken, ist eine Kraftfuttergabe sinnvoll.
Bei größeren Kraftfuttergaben sind diese auf mehrere, mindestens auf drei Rationen pro Tag zu verteilen, da der Magen ein Fassungsvermögen von 15 - 20 Litern hat und damit in Relation zum Körpergewicht eines Pferdes sehr klein ist.

Um eine Übersäuerung des Magens oder Fehlgärungen im Darm zu vermeiden ist es wichtig Kraftfutter nach dem Rauhfutter zu füttern.

Der wohl häufigste Irrtum ist, dass zu jedem Pferd grundsätzlich auch ein „Sack Kraftfutter“ gehört. Unüberlegte Fütterung führt zu vielen Problemen denen dann zwar mit einer "Symptom-Behandlung" beigekommen wird, die Ursache ist jedoch meist im Fütterungsmanagement zu finden.

Wir haben zwar ständig neue Pferdetypen in Bezug auf Aussehen und Leistung gezüchtet, aber das Verdauungssystem ist unverändert.

Ein Problem der „modernen Pferdeweide“ ist ein zu hoher Nährwert und Geschmack verstärkende Substanzen im Gras, Böden, die künstlich den Bedingungen der Pflanzen angepasst werden und Massentierhaltung, die die Böden extrem verdichtet und noch stärker veränderte Pflanzen und noch mehr Düngegaben erfordert. Sprich: Das Gras ist oftmals zu nährstoffreich. Grund hierfür sind Hochleistungs-Milch-Kühe, die  einen hohen Gehalt leicht verdaulicher Kohlenhydrate im Gras benötigen. Ein Pferd benötigt dagegen höhere Rohfasergehalte. Hochleistungsgräser (Deutsches Weidelgras, Rotschwingel oder Wiesenschwingel) sind gezielt auf Schmackhaftigkeit gezüchtet und enthalten Appetit und Geschmack anregende Substanzen. Gras und Heu von Wildgräsern auf mageren Standorten werden von unseren Pferden anfänglich zwar nicht gerne gefressen, da es ungewohnt herb - zumindest weniger süß als industriell angebaute Qualitätsgräser sind, sind aber für die Pferdegesundheit zu bevorzugen.

So kommt also der hervorragende Futterverwerter namens "Pferd" auf meist völlig ungeeignete Grünflächen und wird zu dem von seinem Besitzer mit einer erstaunlichen Vielfalt an Kraftfutter zugefüttert, weil der Besitzer sich meist mehr mit dem Pferdefutter identifiziert als mit der Biologie des Pferdes. Wichtig ist, Klarheit darüber zu erlangen, was das Pferd leistet und leisten soll. Es gibt viele Möglichkeiten, über die Ernährung die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu beeinflussen – sowohl im positiven als auch im negativen. Jede Form von Rohfaser liefert dem Pferd langsam freigesetzte Energie. Je nach tatsächlichem Energiebedarf kann z.B. auch weitere langsam freigesetzte Energie in Form von Ölen zugesetzt werden. Öle werden von Pferden sehr gut vertragen, bei manchen Erkrankungen sind diese auch die einzige Energiequelle außer Heu und Gras, z.B. beim PSSM, einer Stoffwechselkrankheit die zu Verschlagssymptomen führt. Schnell freigesetzte Energie bekommt das Pferd aus Getreide (z.B. Hafer). Dessen Kohlenhydrate Stärke und Zucker werden zu Glukose umgewandelt und stehen den Körperzellen schnell zur Verfügung. Dies ist z.B. bei Reinig- und Cuttingpferden ein absolut erwünschter Effekt. Leider birgt das Getreide bei einer Fütterung über den tatsächlichen Bedarf hinaus auch viele Gefahren für die Gesundheit. Glukose aus Stärke und Zucker, die nicht direkt verbraucht wird, geht zur Leber und wird dort in Fette umgewandelt, die dem Pferd als Energiespeicher für karge Zeiten dienen. Die Folge ist: Das Pferd wird fett. Wird eine solche Fütterung über einen längeren Zeitraum durchgeführt, kann es zum Anlaufen der Beine (Leberreaktion), Sommerkezem (in vielen Fällen durch zu viele Kohlenhydrate, auch aus Gras) oder sogar dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) einer Art Diabetis Typ 2 beim Pferd kommen. Oder es entwickelt sich – meist ohne erkennbaren Anlass eine Hufrehe. Genau genommen sind zwei Dinge absolut notwendig, um das Pferd leistungsfähig und gesund zu halten: Ausreichend Rohfaser und die Deckung des Nährstoffbedarfs.

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