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DQHA Open Neudeck II
29.09.2018
74243 Langenbrettach

01.10.18, 07:45 Uhr
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AQHA DQHA Horsemanship Clinics 2018 auf der Jomm Ranch in Großwallstadt

10.08.2018 11:00

Foto: Astrid Orgeldinger

Fotos: Barbara Lohf

Fotos: Astrid Orgeldinger

Vom 31. Juli bis zum 3. August 2018 fanden auf der Jomm Ranch in Großwallstadt die AQHA DQHA Horsemanship Clinics statt - zum ersten Mal sind Johannes und Astrid Orgeldinger als Veranstalter dabei.

Die Teilnehmer waren sehr gespannt darauf, die Instruktoren der University of Montana Western kennenzulernen und von deren Wissen zu profitieren. Eric Hoffmann, Dozent und Trainer der Universität sowie seine Absolventin Tess Turk und Studentin Lorrie Ann Smith waren allen auf den ersten Blick direkt sympathisch. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde während des gemeinsamen Frühstücks ging es direkt in die Praxis auf den Reitplatz bei hervorragendem Wetter. Zunächst verschafften sich die Trainer einen Überblick über den aktuellen Stand von Pferd und Reiter und fragten die Teilnehmer, woran sie gerne in den vier Tagen arbeiten möchten. Die Instruktoren erklärten daraufhin, was das Ziel der AQHA DQHA Horsemanship Clinics ist: Die Reiter sollen am Ende analysieren können, aus welchen Gründen manche Dinge beim Reiten gerade nicht funktionieren und in der Lage sein, die Probleme selbst mit ihren Horsemanship-Kenntnissen zu lösen. Das machte Lust auf mehr!

Dafür ging es zuerst an die Basisarbeit und die Reiter sollten sich noch einmal mit der Fußfolge in den verschiedenen Gangarten vertraut machen. Dies klingt in der Theorie einfach, aber vom Pferderücken aus ist diese Aufgabe gar nicht so leicht. Durch diese Übung soll der Reiter ein Gefühl dafür entwickeln, wann er die Bewegung des Pferdes am besten beeinflussen kann – und zwar im Moment des Abfußens.

Laut der Trainer sollte das Pferd stets weich an den Hilfen stehen, selbst mitdenken und aktiv vorwärtsgehen. Um dies zu erreichen, müssen die Reiter das Pferd in jeder Situation in jede Richtung zuverlässig dirigieren können und dem Pferd eindeutige verständliche Hilfen geben. Daher gab es an den ersten beiden Tagen einige Übungen zur Kontrolle der Vor- und Hinterhand – sowohl am Boden als auch im Sattel. Die Trainer gingen dabei immer individuell auf jede Pferd-Reiter-Kombination ein. Bei Bedarf stieg der Trainer selbst in den Sattel eines Teilnehmerpferdes, um den Lerninhalt deutlicher zu veranschaulichen.

Die Vorarbeit der ersten Reiteinheiten lieferte die Grundlage für schwierigere Aufgaben, denn im Anschluss sollte erstmals an den fliegenden Galoppwechseln gearbeitet werden. Hier waren einige Reiter überrascht – alle Pferde zeigten gute Ansätze, obwohl viele von ihnen noch nie zuvor einen fliegenden Galoppwechsel trainiert hatten. Und wieder wurde deutlich: Basisarbeit zahlt sich aus.

Anschließend ging es in den Naturtrail-Parcous der Ranch. Auch hier wurde den Teilnehmern schnell klar, warum die Kontrolle der Vor- und Hinterhand so wichtig ist – gerade an Hindernissen im Gelände sollte die Kommunikation stimmen, um Gefahren vorzubeugen. Bereits nach kurzer Zeit waren bei den Pferd-Reiter-Paaren deutliche Verbesserungen zu erkennen und einige wuchsen über sich selbst hinaus. Die neu erworbenen Kenntnisse verschafften den Reitern die Möglichkeit, Hindernisse mit leichten Hilfen zu bewältigen. Denn letztendlich sind die Hindernisse selbst nebensächlich – das Pferd bewegt sich durch diese mit Hilfe der Kontrolle von Vor- und Hinterhand zum richtigen Zeitpunkt. Diese Erkenntnis gab den Reitern Selbstvertrauen und sie meisterten gemeinsam mit ihrem Pferd einige Situationen, die sie sich selbst normalerweise nicht zugetraut hätten.

Der Hochsommer machte seinem Namen alle Ehre und es wurde ziemlich heiß - beinahe texanische Temperaturen herrschten auf der großzügigen Anlage von Johannes und Astrid Orgeldinger vor. Nach dem Reiten konnten sich deshalb alle Beteiligten im rancheigenen Badesee abkühlen. Auch die Verpflegung ließ keine Wünsche offen. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten tauschten sich die Teilnehmer in entspannter Atmosphäre über die vielen neuen Eindrücke aus. Die Trainer standen jederzeit für Fragen zur Verfügung und gaben Einblicke in ihre tägliche Arbeit in den USA. Am Mittwochabend gab es sogar ein Feuerwerk auf der Ranch zu bestaunen und die Gruppe ließ den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Auch die Pferde wurden bestens versorgt, denn es gab auf der Anlage diverse Möglichkeiten, um den Vierbeiner zu verwöhnen. Das fühlte sich für alle wie Urlaub an – ein Rundum-Sorglos Paket für Pferd und Reiter.

Am Donnerstagnachmittag kam noch einmal richtiges Cowboy-Feeling auf. Die beiden Trainerinnen Tess Turk und Lorrie Ann Smith nehmen in den USA regemäßig an Rodeos teil und brachten den Teilnehmern das Lassowerfen bei. Und das war deutlich schwieriger, als es bei den Profis aussah, denn um den richtigen Schwung zu entwickeln und letztendlich etwas zu fangen, bedarf es einer speziellen Technik. Alle Teilnehmer waren voller Eifer dabei und konnten nach ein paar Versuchen bereits Pylonen mit dem Lasso fangen.

Insgesamt war die Premiere der AQHA DQHA Horsemanship Clinics mit Eric Hoffmann, Tess Turk und Lorrie Ann Smith auf der Anlage Jomm Ranches ein voller Erfolg. Jeder Teilnehmer hatte am Ende das Gefühl, etwas für die alltägliche Arbeit mit seinem Pferd mitgenommen zu haben. Die individuellen Trainingseinheiten und das Engagement der Instruktoren sowie die vollumfängliche Verpflegung durch Johannes und Astrid Orgeldinger sorgten für eine tolle Stimmung und einzigartige Erlebnisse mit Wiederholungsbedarf.


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